Beurteilung der Insolvenzreife nach IDW S 11
IDW S 11 · Insolvenzreife beurteilen

Wenn Zahlungsfähigkeit zur Haftungsfrage wird, braucht es Klarheit. Sofort.

RESCON schafft die belastbare Zahlenbasis für die Beurteilung von Zahlungsunfähigkeit, drohender Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung – mit Finanzstatus, Liquiditätsplanung und integrierter Fortschreibung für die gemeinsame Arbeit mit Rechtsberatung und Wirtschaftsprüfung.

STICHTAGSBEZOGEN
Finanzstatus und Fälligkeiten
VORAUSSCHAUEND
Liquidität und Fortbestehen
DOKUMENTIERT
Annahmen, Nachweise, Aktualisierung
Klarheit unter Zeitdruck

Nicht der Kontostand entscheidet. Sondern das vollständige Bild aus Fälligkeiten, verfügbaren Mitteln und belastbarer Vorschau.

IDW S 11 strukturiert die Beurteilung möglicher Insolvenzeröffnungsgründe. Für die Geschäftsführung zählt jetzt eine Zahlenbasis, die vollständig, aktuell und mit der rechtlichen Würdigung verzahnt ist – ohne Scheinsicherheit durch grobe Monatswerte oder pauschale Grenzwerte.

Warnsignale

Wenn finanzielle Unsicherheit nicht länger mit Erfahrungswerten beantwortet werden darf.

01

Fällige Zahlungen werden verschoben oder selektiv bedient

Steuern, Sozialabgaben, Lieferanten oder Kreditraten können nicht mehr verlässlich zum Fälligkeitstag bedient werden. Einzelne Stundungen verdecken, wie groß der tatsächliche Liquiditätsdruck bereits ist.

Ein stichtagsbezogener Finanzstatus schafft Klarheit über verfügbare Mittel und fällige Verpflichtungen.
02

Die Liquiditätsvorschau ist zu grob für eine belastbare Aussage

Monatswerte, Kontostände oder eine einfache BWA reichen nicht aus, wenn Fälligkeiten, Zahlungszeitpunkte und Finanzierungszusagen kurzfristig über die Handlungsfähigkeit entscheiden.

Eine zeitlich ausreichend differenzierte Liquiditätsplanung macht Deckungslücken und Annahmen prüfbar.
03

Die Fortführung hängt von ungesicherten Maßnahmen ab

Neue Finanzierung, Gesellschafterbeiträge, Stundungen oder operative Verbesserungen sind eingeplant, aber noch nicht verbindlich, hinreichend konkret oder zeitgerecht umsetzbar.

Maßnahmen werden nach Betrag, Eintrittszeitpunkt, Verbindlichkeit und Realisierbarkeit beurteilt.
04

Geschäftsführung und Berater benötigen sofort eine gemeinsame Faktenbasis

In der zugespitzten Krise müssen wirtschaftliche Daten, rechtliche Würdigung und unternehmerische Entscheidungen eng zusammenlaufen. Widersprüchliche Zahlen kosten wertvolle Zeit.

Ein dokumentierter Prüfpfad verbindet Finanzdaten mit den Entscheidungen der zuständigen Spezialisten.
Von Annahmen zu Nachweisen

Eine belastbare Beurteilung beginnt mit konsistenten Daten.

Jede Zahl muss einem Stichtag, einer Fälligkeit und einer nachvollziehbaren Quelle zugeordnet sein. Nur dann können Geschäftsführung und Berater die Lage fundiert beurteilen.

UnzureichendBelastbare Arbeitsbasis
Kontostand statt vollständigem FinanzstatusVerfügbare Mittel und fällige Verpflichtungen zum Stichtag
Monatliche Liquidität ohne FälligkeitslogikAusreichend differenzierte Fortschreibung mit dokumentierten Zahlungszeitpunkten
Ungeprüfte Annahmen zu Finanzierung und StundungenNachweisbare, terminierte und realistisch verfügbare Maßnahmen
Fortführung als pauschale ManagementannahmeNachvollziehbare Fortbestehensprognose auf konsistenter Planung
Einmalige Prüfung ohne AktualisierungFortlaufendes Monitoring bei neuen Erkenntnissen und Planabweichungen
Prüfungsfelder

Vom Finanzstatus bis zur Fortbestehensprognose.

Welche Prüfungshandlungen im Einzelfall erforderlich sind, hängt unter anderem von Rechtsform, Krisenstadium und Datenlage ab. RESCON fokussiert auf die finanzwirtschaftliche Grundlage und bindet zuständige Spezialisten frühzeitig ein.

Finanzstatus zum Stichtag

Liquide Mittel und fällige Zahlungsverpflichtungen werden vollständig, richtig abgegrenzt und nachvollziehbar gegenübergestellt. Verfügbarkeitsbeschränkungen und strittige Positionen werden transparent gemacht.

Liquiditätsentwicklung

Ein belastbarer Finanzplan bildet erwartete Ein- und Auszahlungen zeitlich differenziert ab. Fälligkeiten, Zahlungsgewohnheiten, Sondereffekte und finanzielle Maßnahmen werden plausibilisiert.

Zahlungsunfähigkeit

Geprüft wird, ob fällige Zahlungspflichten erfüllt werden können und wie eine bestehende Deckungslücke einzuordnen ist. Starre Prozentgrenzen dürfen dabei nicht als pauschaler Safe Harbour verstanden werden.

Drohende Zahlungsunfähigkeit

Die voraussichtliche Fähigkeit, bestehende Zahlungspflichten bei Fälligkeit zu erfüllen, wird über den gesetzlich vorgesehenen Prognosehorizont beurteilt. In aller Regel sind dies 24 Monate.

Fortbestehensprognose

Für die Überschuldungsprüfung wird beurteilt, ob die Fortführung des Unternehmens in den nächsten zwölf Monaten nach den Umständen überwiegend wahrscheinlich ist.

Überschuldungsprüfung

Fällt die Fortbestehensprognose nicht positiv aus, ist die weitere Überschuldungsprüfung mit den dafür erforderlichen Bewertungen vorzunehmen. Die rechtliche Würdigung erfolgt durch hierzu qualifizierte Berufsträger.

Liquiditätsplanung und Fortbestehensprognose in der Unternehmenskrise
Das Ergebnis

Eine nachvollziehbare Entscheidungsgrundlage, wenn Zeit und Verantwortung zählen.

Finanzstatus mit belastbaren Fälligkeiten
Liquiditätsplanung mit dokumentierten Annahmen
Integrierte Basis für die Fortbestehensprognose
Abstimmbarer Prüfpfad für qualifizierte Berater
Der Entscheidungsweg

Stichtag verstehen. Entwicklung planen. Fortbestehen beurteilen.

Die Beurteilung ist keine einmalige Rechenübung. Stichtagslage, Liquiditätsentwicklung und Unternehmensfortführung bauen methodisch aufeinander auf und müssen bei neuen Erkenntnissen aktualisiert werden.

STICHTAG

Kann das Unternehmen heute fällige Verpflichtungen erfüllen?

Finanzstatus, Fälligkeiten und verfügbare Mittel bilden die Ausgangsbasis. Auffälligkeiten wie Rückstände oder Zahlungseinstellungen müssen vollständig erfasst werden.

  • Bank- und Kassenbestände
  • Verfügbare Kreditlinien
  • Fällige Verpflichtungen
  • Stundungen und Verfügungsbeschränkungen
FORTSCHREIBUNG

Wie entwickelt sich die Deckungslage?

Die Liquiditätsplanung zeigt, wann Einzahlungen realistisch verfügbar sind, welche Auszahlungen fällig werden und welche Maßnahmen mit welcher Verlässlichkeit wirken.

  • Zeitlich differenzierte Ein- und Auszahlungen
  • Plausibilisierte Zahlungszeitpunkte
  • Finanzierungs- und Gesellschaftermaßnahmen
  • Szenarien und Aktualisierung
FORTBESTEHEN

Ist die künftige Unternehmensfortführung überwiegend wahrscheinlich?

Eine integrierte Planung verbindet Ergebnis, Bilanz und Liquidität. Operative Maßnahmen und Finanzierung müssen ausreichend konkret, konsistent und im erforderlichen Zeitraum wirksam sein.

  • Unternehmenskonzept und Maßnahmen
  • Integrierte Finanzplanung
  • Finanzierungsfähigkeit
  • Risiken, Nachweise und Dokumentation
Vorgehen in der Krise

Schnell arbeiten, ohne methodische Sorgfalt zu verlieren.

Wenn sich Hinweise auf Insolvenzgründe verdichten, müssen finanzwirtschaftliche Analyse und rechtliche Beratung unverzüglich zusammengeführt werden. Der Prüfungsumfang folgt der konkreten Situation – nicht einem starren Standardprojekt.

01

Situation und Dringlichkeit einordnen

Geschäftsführung, RESCON und insolvenzrechtliche Spezialisten klären Anlass, Gesellschaften, aktuelle Zahlungsfähigkeit und den erforderlichen Prüfungsumfang. Akute Warnsignale werden sofort priorisiert.

02

Finanzstatus belastbar aufbauen

Bankbestände, Kreditlinien, fällige Verpflichtungen, Rückstände und Stundungen werden abgestimmt. Jede wesentliche Position erhält Quelle, Stichtag und nachvollziehbare Einordnung.

03

Liquidität und Fortbestehen planen

Ein- und Auszahlungen, Finanzierung sowie operative Maßnahmen werden in einer konsistenten Planung zusammengeführt. Unsichere Annahmen werden sichtbar und in Szenarien betrachtet.

04

Beurteilung dokumentieren und überwachen

Die finanzwirtschaftliche Arbeitsbasis wird mit Rechtsberatung und Wirtschaftsprüfung abgestimmt. Neue Tatsachen und wesentliche Planabweichungen lösen eine zeitnahe Aktualisierung aus.

Warum RESCON

Finanzwirtschaftliche Klarheit als Grundlage für verantwortliche Entscheidungen.

Daten & Fälligkeiten

Konten, offene Posten, Verpflichtungen und Kreditlinien werden stichtagsbezogen abgestimmt.

Liquidität & Finanzierung

Zahlungsströme und Finanzierungsmaßnahmen werden mit belastbaren Zeitpunkten und Nachweisen geplant.

Beraterfähige Dokumentation

Annahmen, Quellen und Aktualisierungen werden für die gemeinsame Würdigung nachvollziehbar dokumentiert.

RESCON liefert die finanzwirtschaftliche Basis für die Beurteilung der Insolvenzreife
IDW S 11 · Stand 13.12.2023

RESCON ersetzt keine Rechtsberatung. Wir schaffen die belastbare finanzielle Grundlage, auf der qualifizierte Entscheidungen möglich werden.

Wichtiger Hinweis

Diese Seite bietet allgemeine Informationen und keine Rechtsberatung oder abschließende Beurteilung eines Insolvenzgrundes. Bei Anzeichen einer Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung sind unverzüglich qualifizierte insolvenzrechtliche Berater einzubinden. Gesetzliche Pflichten und Fristen dürfen nicht bis zum Abschluss einer betriebswirtschaftlichen Analyse aufgeschoben werden.

Häufige Fragen

Was Geschäftsführungen zur Beurteilung der Insolvenzreife wissen müssen.

Was ist IDW S 11?+

IDW S 11 ist ein Standard des Instituts der Wirtschaftsprüfer zur Beurteilung des Vorliegens von Insolvenzeröffnungsgründen. Die aktuelle Fassung trägt den Stand 13.12.2023 und berücksichtigt die höchstrichterliche Rechtsprechung zur Ermittlung der Zahlungsunfähigkeit anhand einer Liquiditätsplanung.

Ist IDW S 11 ein Gesetz?+

Nein. Die gesetzlichen Insolvenzgründe und Antragspflichten ergeben sich insbesondere aus der Insolvenzordnung. IDW S 11 beschreibt methodische Anforderungen an deren Beurteilung. Die abschließende rechtliche Würdigung muss durch entsprechend qualifizierte Berater erfolgen.

Welche Insolvenzgründe werden betrachtet?+

Im Mittelpunkt stehen Zahlungsunfähigkeit, drohende Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung. Welche Tatbestände für die konkrete Rechtsform und Situation relevant sind, ist rechtlich zu prüfen.

Bedeutet eine Liquiditätslücke unter zehn Prozent automatisch, dass keine Zahlungsunfähigkeit vorliegt?+

Nein. Eine starre Zehn-Prozent-Grenze ist kein pauschaler materieller Safe Harbour. Die konkrete Deckungslage, ihre Entwicklung und alle Umstände des Einzelfalls müssen fachlich und rechtlich beurteilt werden.

Welche Daten werden kurzfristig benötigt?+

Typischerweise werden aktuelle Bank- und Kassenstände, Kreditlinien, offene Posten, fällige Verbindlichkeiten, Zahlungsrückstände, Steuer- und Sozialabgaben, Finanzierungsverträge sowie eine belastbare Ein- und Auszahlungsplanung benötigt. Der konkrete Umfang richtet sich nach Unternehmen und Anlass.

Kann RESCON die rechtliche Insolvenzprüfung allein übernehmen?+

RESCON erstellt und plausibilisiert die finanzwirtschaftliche Zahlenbasis, insbesondere Finanzstatus, Liquiditätsplanung und integrierte Fortschreibung. Die rechtliche Würdigung und notwendige berufsrechtliche Beurteilungen erfolgen gemeinsam mit entsprechend qualifizierten Rechtsanwälten, Wirtschaftsprüfern oder Steuerberatern.

Nächster Schritt

Brauchen Sie kurzfristig Klarheit über die finanzielle Lage?

In einem vertraulichen Erstgespräch ordnen wir Datenlage, Dringlichkeit und erforderliche Spezialisten ein. Bei akuten Warnsignalen sollten Sie parallel unmittelbar insolvenzrechtlichen Rat einholen.